Löt- und Heizlampensammlung

Hier eine Vorstellung ausgewählter Exponate meiner Lötlampensammlung welche ich seit dem Jahr 2000 zusammengetragen habe. Die antiken Stücke wurden nachdem ich sie auf Flohmärkten erworben oder privat erstanden habe alle von mir technisch und optisch restauriert. Auf Originalität wurde dabei größten Wert gelegt. Deswegen habe ich auch die eine oder andere Heizlampe im alten Zustand mit schöner Patina belassen und nur technisch aufgearbeitet. Die Funktion ist bei jeder Lötlampe einwandfrei.



 
 
 
 
 
 
 
 
 

Imbert: Original Imbert Heizlampe (kleine Auführung) der ältesten Bauart. Dies herrlich anzusehende Lampe ist zwar nicht unbedingt eine Rariät aber sie präsentiert sich in einer überkompletten Ausstattung und einem tadellosen Zustand. Erwähnenswert ist neben der Halterung, zum Einhängen an die Vorderachse des Bulldogs, sicher der Benzin-Einfülltricher befestigt an der Knotenkette und der sehr rare Windschutz, sowie die Füllverschraubung mit "Imbert" Prägung. Der Windschutz verdeckt den Brenner fast bis ganz oben zu dessen offenen Ende hin und ist somit gut 3 cm länger als die kleinen Windschutz von Barthel oder der späteren Imbertmodelle. Grösstenteils erhalten zeigt sich die silbergraue Lackierung des Stahlbehälters. Diese Lampe ist eigentlich nichts Besonderes aber trotzdem eines meiner Lieblingsstücke.



Imbert: Original Imbert Heizlampe (kleine Auführung). Dieses seltene Stück stammt aus der letzten Modellreihe, welche von Imbert für Lanz gefertigt wurde. Der Behälter ist eine kleine Mogelpackung: Es hat lediglich den Anschein - aber er ist nicht aus Messing gefertigt, sondern ist immer noch der alte Stahlbehälter und wurde einfach mit einem messingfarbenen Lack "verschönert". Welcher bei diesem Exponat fast perfekt erhalten ist. Stark gestiegen ist bei diesen späten Imbert der Anteil der verwendeten Messingteile. Der Hohlhenkelgriff ist neuerdings angeschraubt und mit einer sehr modern wirkenden blauen Hammerschlaglackierung versehen.


Barthel Modell Lanz 25: Die hier gezeigte Ausgabe des Modells wurde zu Beginn der 20er Jahre gebaut. Die früheren Baujahre sind zu erkennen an der einfachen Form des Brenners und am eckigen Typenschild. Von Barthel für Lanz gebaut um den 12er Urlanz oder den 8er Mops anzuheizen. Sie ist die kleine Schwester zur Lanz 32 und die bisweilen gesuchteste Lampe auf dem Sammler-Markt. Was nicht ganz verständlich ist, da sie weitaus häufiger gebaut wurde und auch in höherer Zahl als die Lanz 32 die Jahre überlebt hat. Dieser Zustand lässt sich eigentlich nur durch die absolute Seltenheit der 32er erklären - kaum jemand (außer absolute Insider) kennt diese. Die wenigsten Leute konnten von deren Existenz Notiz nehmen und sich somit (bisher) noch keine Nachfrage bei Sammlern bilden. Das alles ändert aber nichts an dem aus heutiger Sicht sehr seltenen Vorkommen dieser beiden Raritäten. Dieses Exponat befindet sich in einem, wie der kleine 35 sekunden lange Film (Button Lanz 25) beweist, funktionstüchtigen Zustand. Handrad, Schale, der kleine - wie auch der große Windschutz, sogar die  Knotenkette am Füllverschluß und alle sonstigen Elemente sind selbstverstänlich Originalteile. Durch die 100 Prozentige Komplettheit und die vorhandene gute Funktion sticht diese Lanz 25 aus der geringen Masse ihrer Artgenossen nochmals heraus.





Barthel Modell 312: Gleich 2 mal das höchstseltene Modell 312 von Barthel. Einmal in der großen und einmal in der kleinen Ausgabe für die Lanz Glühkopfbulldogs. Diese Lampen stellen die letzte Entwicklungsstufe der Lanzreihe (26 und 33) von Barthel dar und wurde in nur ganz wenigen Einheiten in Mitte der 50er Jahre gebaut. Da bei Lanz die Produktion der Glühkopfbulldogs eingestellt wurde, bestand nach Heizlampen, von Seiten Lanz als Erstausrüstung gar keine Nachfrage, und bei den Bauern war auch kein großer Bedarf mehr zu decken. Deshalb sind die Lampen dieses Modells aus heutiger Sicht eine gefragte Rarität unter Sammlern. Besonders wenn sie wie die beiden vorgestellten Exponate perfekt erhalten sind und nur ganz wenige Betriebstunden haben. Die größere Lampe ist im top erhaltenen Originalzustand belassen worden, die kleine wurde originalgetreu restauriert. Als sichtbarste Änderung zu den Vorgängermodellen Lanz 26 und 33 ist sicher der hochglanzpolierte Messigbehälter zu nennen. Erst auf den zweiten Blick vermisst man die Füllverschraubung mit dem Sicherheitsventil. Der Behälter ist nun mit einem weich eingelöteten Messingdraht versehen, der bei Überhitzung einschmilzt und somit den Behälterdruck abbaut. Ein Behälterzerknall ist somit nicht mehr möglich.




Barthel Modell Lanz 26: Die kleine Barthel Anheizlampe passend zum 20 und 25 PS Lanz Bulldog, laut Hersteller aber auch für den 12er geeignet. In absolut kompletten und originalen Zustand. Die Substanz dieses Exponats ist für das Alter sehr gut und äußerst verschleißarm. Wer sich schon etwas mehr mit Heizlampen und genauer mit dem Modell Lanz 26 befasst hat, der weiss wie selten es ist einen Brenner dieses Modells ohne Risse, Nachlötungen, Verformungen und Materialausbrüchen zu bekommen. Neben dem sehr gut erhaltenen Brenner ist das in den seltensten Fällen erhaltene kleine Windschild oder auch der Trichter zum Benzinauffüllen mit dazugehöriger Kette und Einhängehaken hervorzuheben. Das Baujahr dürfte in den späten 30er Jahren liegen.



Vulcano: Eine Heizlampe der edleren Bauart in Größe der Barthel "Lanz 33" oder der schweren Imbert. Dennoch weisst diese Lampe einige interessante Unterschiede zu ihren beiden "Brüdern" auf. Das untere Einschraubende des Brenners ist um ein Drittel stärker und die Düse hat einen 0,8 mm größeren Durchlass als bei Barthel oder Imbert. Die gefertigten Einheiten lagen auch weit unter denen der beiden Konkurenten. Das Baujahr vermute ich aufgrund des hohen Edelmetallanteils auf die Jahre nach dem 2. Weltkrieg - also eine recht späte Heizlampe. Der äußerst geringe Verschmutzungsgrad und die ganz wenigen Ablagerungen im Innern des Brenners lassen auf eher wenige Betriebsstunden schließen. Dennoch ist der Brenner am obersten Rand an einer Stelle schon minimal eingerissen, was natürlich von minderer Materialqualität oder zu hoher Brennerleistung spricht. Bis auf Handrad, Halte- und Pumpengriff komplett in Messing gehalten und auf hochglanz poliert, macht dieses Exponat aber einen sehr noblen Eindruck. Damit dieses schöne und seltene Stück nur aus den Originalteilen besteht mit der sie die Fabrik verlassen hat, versteht sich von selbst.




Imbert: Original Imbert - Heizlampe (Große Ausführung). Imbert war zusammen mit Barthel der Hauslieferant von Lanz-Mannheim. Es gab wie bei Barthel eine große und eine kleine Ausführung. Die kleine passend zu dem 5 Liter Hubraum Bulldog und eine große Lampe für den 10 Liter Bulldog. Bei diesem Exemplar dreht es sich um die große Ausführung mit originalem Windschild. Das Imbert Gegenstück zur Barthel Lanz 33. Bei dieser Restauration habe ich versucht den Neuzustand bei der Auslieferung vor dem Krieg wieder herzustellen. Die Lampe besteht komplett aus Originalteilen.


Barthel Modell Lanz 32: Das vorläufige Highlight meiner Sammlung. Ein höchst seltenes Stück, komplett überholt mit Topfunktion - absolut vollständig an Originalkomponenten. Aufgrund des äusserst raren Vorkommens dieser Lampe gibt es leider auch fast keine Informationen. Deshalb kann ich bez. Baujahr, Stückzahlen, und für welchen Lanz Bulldog diese Lampe gedacht war, nur Mutmaßen. Sie wurde ganz behutsam restauriert um möglichst viel von der Originalität zu erhalten und  das besondere Flair dieser Rarität zu retten. Das Baujahr schätze ich in die 20er Jahre. Anlaß zu dieser Vermutung gab die optische Verwandschaft zur Lanz 25 (für den 12er Lanz gedacht).Die Lampe wurde verhältnismäßig wenig benutzt, und befindet sich in einem fast verschleissfreien Zustand. Reste der Originallackierung sind noch erhalten. Mit hoher wahrscheinlichkeit gehört dieses Exemplar zu dem legendären Lanz Felddank, dessen stehender 2 Zylinder Glühkopfmotor mit nur einer Heizlampe vorgeglüht wurde. Vom Lanz Felddank sind 2000 Einheiten gebaut worden, aber nach heutigem allgemeinen (Lanz)Wissen nur noch 2 Maschinen erhalten geblieben.
Für Informationen und Hinweisen zu dieser Heizlampe, wäre ich sehr dankbar.


Imbert: Original Imbert - Heizlampe in der großen Ausführung für den 10 Liter Glühkopfbiulldog von Lanz. Hervorzuheben ist der vollkommen verschleißfreie Zustand des Brenners und die komplette Ausstattung mit Originalteilen und Zubehör. Sehr selten ist sicher der Trichter zum Benzinauffüllen. Auf dem Behälter ist noch größtenteils die silbergraue Originallackierung erhalten geblieben, was auf  eher wenige Betriebsstunden schließen lässt.
Der Amboß und der Wurzelstock auf dem ich meine Heizlampen präsentiere sind schon über 300 Jahre alt und stammen aus der Schmiede meines Großvaters.


Express:Die Lampe ist von der Firma Rapide aus Paris und waren mit der Herstellung von Eisenbahn und Grubenlocks gut im Geschäft! Ich denke die Lampe ist aus den 20er Jahren und wurden aber bis in den 40er hergestellt. Auf dem Behälter ist zu lesen: Express, Unis - France, L.G. In Deutschland sehr selten anzutreffen oder gar zu erwerben. Deshalb hab ich sie auch über Ebay gefunden und gekauft. Verglichen mit deutschen Lampen - sehr ungewöhnlicher Brenner, Behälter, Pumpe usw.


Phoebus: Anheizlampe aus österreicher Produktion. Sie hat einen großen 1 Liter Behälter aber einen im Verhältnis dazu kleinen Brenner auf Größe des Lanz 26 Brenners. Komplett in Messing gehalten, bis auf den Holzgriff. Soweit ich es beurteilen kann aber alles Original.


Imbert: Hierbei handelt es sich um eine absolute Rarität: Eine Anheizlampe in nie benutzten Zustand - absolut komplett und 100% Original.
Es wurde nichts überholt oder sonst irgendwie aufgearbeitet. Die Metallteile wie Behälter, Griff und Schale sind leich patiniert und wurden von mir etwas konserviert. Ansonsten befindet sie sich in dem Zustand wie sie vor dem Krieg die Fabrik verlassen hat.

Ursus-Heizlampe: Heizlampe aus polnischer Produktion. Sie wurde benutzt um den 45 PS Ursus (fast baugleich mit dem 45er Lanz) anzuheizen. Die Reste der braunen Originallackierung sind noch zu erkennen. Für eine Ursuslampe ungewöhnlich guter und kompletter Zustand. Sogar das seltene Typenschild ist vorhanden. Diese Lampe wurde soweit es ging im Originalzustand belassen und nur leicht optisch aufgearbeitet.


Barthel Modell Lanz 33: Seltenes Stück mit Topfunktion - absolut komplett und 100% originale Lanz 33. Die Lampe wurde nicht auf hochglanz sondern bewusst auf alt restauriert. Sie dient als Ausstellungsstück und auf Grund ihres exklusiven Zustands viel zu schade um mit ihr den Bulldog vorzuheizen.

Mißler: gut erhaltener Originalzustand, die Schrift auf dem Behälter ist noch lesbar.


Mißler: Große Heizlampe. Ich benutze sie fast täglich im Winter, um in  meinen Werkstattofen das Feuer anzuzünden. War im 2. Weltkrieg auf sämtlichen deutschen Militärfahrzeugen verladen.


Imbert: Anheizlampe mit senkrechtem Brenner (kleine Ausführung) und schönem Messingbehälter. Ich benutze sie um meinen 35er Vorkriegslanz  vorzuglühen. Es ist sozusagen die Lampe welche ich am meisten in Benutz habe.


Barthel: Barthel Modell Normalachat. Ein Lötbrenner in gerader Ausführung.


Barthel: Barthel Nr. 312 mit senkrechten Brenner. Hauptsächliche Verwendung ist das anwärmen sogennannter Glühkopfmotoren. Sehr schöne große Anheizlampe. Der Behälter und der Brenner sind aus Messing gefertigt.


D.R.P.: DRP bedeutet -Deutsches Reich Patent- sonst ist auf der Lampe keine Informatione bezüglich Modell oder Hersteller vorhanden. Warscheinlich eine ziemlich alte Lampe, die recht einfach verarbeitet ist.

Vulcano: Meine erste Lötlampe - eine Vulcano Nr. xxx mit automatischer Düsenreinigung


Lanz 33: Lötlampe Modell "Lanz 33", eine Replika, ordentliche Leistung, aber kein Original. (inzwischen verkauft)


Barthel: Eine Barthel Nr. 280, Top - restauriert, 100% original Teile, wenig gebrannt. (inzwischen verkauft)


Imbert: Original Imbert - Heizlampe.
Ein sehr schönes Stück, egal ob für die Vitriene oder um den Bulldog anzuheizen. (inzwischen verkauft)


Barthel/Ursus-Heizlampe: Aus drei irreparablen Heizlampen zu einer funktionstüchtigen zusammengeschraubt: Behälter, Verschluß, Pumpe, Spindel und das Handrad stammen von Barthel. Der Brenner ist ein Ursus Fabrikat kombiniert mit Hähnel Teilen. Die Düse habe ich selbst hergestellt. Nach dem bestandenen Probelauf wurde die Lampe optisch komplett überarbeitet und auf hochglanz gebracht. (inzwischen verkauft)

Hähnel: Hähnel Modell "NR. 2" mit Blechbehälter und schrägen Brenner. Eine Vorkriegsproduktion.(inzwischen verkauft)


Phoebus: kleine Lötlampe, aus österreicher Produktion mit 75° Brenner.(inzwischen verkauft)


Barthel Modell Lanz: Der Behälter ist von einer Lanz 26 und beim Brenner handelt es sich um den großen Typ von der Lanz 33. Vollkommener Zustand! Das heißt mit original Windschild und Halterung um sie am Bulldog einzuhängen.(inzwischen verkauft)

Hähnel: Hähnel Lampe in senkrechter Ausführung. Recht selten! Bin aber nicht sicher ob der Brenner original zum Rest gehört oder im Laufe der Zeit einfach draufgeschraubt wurde. Aber auf jeden Fall eine Lampe mit extrem hoher Leistung auch im Vergleich zu Barthel usw. Bedingt durch den größeren Durchmesser des Brennerfusses.(inzwischen verkauft)



Barthel Modell Lanz 26: Die Anheizlampe passend zum kleinen Lanz Bulldog. In absolut kompletten und originalen Zustand. Hervorzuheben ist das sehr selten erhaltene kleine Windschild.(inzwischen verkauft)



Hähnel: Lötlampe von Hähnel Modell "200/300" warscheinlich ein Vorkriegsmodell. Behälter, Pumpe, Brenner, sogar die Spindel aus Messing. Ein Schild von einem ehemaligen Besitzer ist auf den Griff genietet. Ein hochglanz poliertes Ausstellungsstück mit einer außergewöhnlich hoher Leistung.(inzwischen verkauft)


STARTSEITE