Neben unserem
Lanz besitzen wir noch einen Bautz AW 24
(Wassergekühlt) in restaurierten Zustand. Der Schlepper wurde 1959
gebaut und lief die nächsten 20 Jahre bei dem Bauern Breunig in Gönz/Bayern. Wegen
eines irreparablen Zylinderkopfschadens außer Dienst genommen, stand
er die nächsten 15 Jahre in einer Scheune. Von dort haben ihn mein
Vater und ich auch 1998 geholt. Den MWM KD12Z 24PS Motor haben wir ausgebaut
und durch einen MWM KD211 mit 18 PS ersetzt. Den Abstand zur Vorderachse
haben wir durch 2 U - Eisen ausgeglichen, desweiteren waren Änderungen
an der Hydraulikleitung erforderlich. Im Frühjahr 2001 haben wir einen
defekten Originalmotor (Faustgroßes Loch im Kurbelgehäuse) gekauft
und werden so aus 2 kaputten Motoren einen ganzen bauen.
Der Schlepper
wird hauptsächlich zum Holzspalten benutzt und war bis Juni
2002 mit einem Posch Kegelspalter ausgerüstet. Der Kegelspalter wurde
dann verkauft und seit dieser Zeit treibt der Schlepper einen Posch 15
Tonnen Senkrechtspalter mit eigener Hydraulikpumpe an. Was aber in steilem
Gelände manchmal etwas problematisch ist, da der Schlepper zum aufbäumen
neigt, - trotz Gewicht an der Vorderachse. Gelegentlich wird auch Holz
aus dem Wald mit dem Bautz abgefahren. Im Sommer wird auch das eine oder
andere Schleppertreffen angesteuert.

So auch
im Sommer 2001 wo wir mit dem Bautz auf dem Schleppertreffen in Weilbach
waren. Der Erstbesitzer, welcher den Schlepper fast 25 Jahre besaß
(mittlerweile über 80 Jahre alt) war auch auf dem Festgelände
anwesend. Als Sonntags die große Schlepperausfahrt anstand, welcher
bei schönem Wetter viele Leute zusahen, war er überglücklich
damit er seinen alten 24er Bautz vorfahren durfte.
Hier sieht man die Motorhaube mit dem nicht originalen MWM KD 211 Motor. Bei genauem hinsehen ist das U-Eisen zu erkennen (unter der Hupe) welches den Abstand zum Vorderachsbock ausgleicht, der entstanden ist wegen des kürzeren 18 PS - Motors. Ohne diese Veränderung würde die Motorhaube usw. natürlich nicht mehr passen.
Bautz AW24
mit Kindersitz auf dem rechten Kotflügel, da meine Tochter im Sommer
auch gerne mitfährt.


Unser zweiter
Bautz ist ein Bautz AW 18
( Wassergekühlt), Baujahr 54, in unrestaurierten Zustand. Die
letzten 40 Jahre in Familienbesitz wurde er Anfangs für sämtlich
Arbeiten auf dem Hof genutzt. Von ca. 1975 an ist er mit einer Kreissäge
ausgerüstet die über ein Winkelgetriebe und Keilriemen von der
Zapfwelle angetrieben wird. Die Säge wird nur alle 2 Jahre zur TÜV-
Untersuchung abgebaut und hat schon über tausend Meter Holz geschnitten.
So wird der Bautz zu 95 % zum Holzschneiden eingestzt und hat inzwischen
über 15000 Betriebsstunden auf der Uhr.Das Dach und das Verdeck sind
noch Original. Es läßt sich nach vorne aufklappen um auf den
Fahrerplatz zu gelangen. Der Auspuff wurde nach oben gelegt, weil der Bediener
der Kreissäge und seine Helfer sonst in den Abgasen arbeiten müssen.